Welpenentwicklung

Die Welpen Entwicklung.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Welpenentwicklung genau wie die von Säuglinge typische Entwicklungsphasen durchläuft.

Was die Welpen in diesen Phasen erleben, prägt sie nachhaltig und beeinflusst ihre gesamte weitere Entwicklung. Dabei spielen besonders die ersten 8-12 Wochen eine entscheidende Rolle.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Welpenentwicklung genau wie die von Säuglinge typische Entwicklungsphasen durchläuft. Was die Welpen in diesen Phasen erleben, prägt sie nachhaltig und beeinflusst ihre gesamte weitere Entwicklung. Dabei spielen besonders die ersten 8-12 Wochen eine entscheidende Rolle.

Man unterscheidet

  • die neonatale Phase (1. bis 14. Lebenstag)
  • die Übergangsphase (14.bis 21. Tag)
  • die Sozialisationsphase (4. bis 12. (bei manchen Rassen bis 14.) Lebenswoche).

Nach der Sozialisationsphase folgt dann die juvenile Phase, in der sich die bis dahin erlernten sozialen Fähigkeiten des Welpen festigen.

Die neonatale Phase

In den ersten 14 Tagen ist der Welpe auf Grundfunktionen wie Schlafen, Saugen und Ausscheiden beschränkt.

Die einzigen motorischen Fähigkeiten sind eine pendelnde Kopfbewegung zum Suchen der Zitze und eine kriechende kreisförmige Vorwärtsbewegung. Obwohl der Welpe blind und taub

Presa Canario Leistungszucht - Frida und Salto

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geboren wird, hat er von ersten Tag an Schmerzempfinden, kann heiß und kalt unterscheiden und zeigt Schreckreaktionen bei lauten Geräuschen.

In dieser Phase, die von außen betrachtet nicht besonders interessant erscheint, finden wichtige Verschaltungen im Nervensystem des Welpen statt.

Die Nervenzellen entwickeln sich final, der Welpe lernt vom Kopf zum Rumpf fortschreitend, seine Gliedmaßen zu kontrollieren. Auch lernt der Welpe das grundlegende Prinzip von Motivation und Belohnung. Hat er Hunger, oder ist ihm kalt, dann muss er dafür arbeiten, diesen Zustand zu ändern.

Am Ende steht der Erfolg, und der Welpe hat ein Grundprinzip des Überlebens erfahren.

Der damit verbundene milde Stress ist zwingend erforderlich für die gesunde Entwicklung des Hundes. Ohne diese Herausforderung wird der Welpe nicht lernen, im späteren Leben mit Stress und Belastung umzugehen.

Zudem ist nachgewiesen, dass dieser milde Stress die Entwicklung des Organismus und eines starken Immunsystems unterstützt.

Der Züchter tut also in dieser Phase den Welpen keinen Gefallen, wenn er versucht, jegliche Belastung zu vermeiden. Die Welpen müssen selbst die Zitzen suchen und finden, die Mutterhündin vermissen oder mal frieren.

Dennoch ist unbedingt zu vermeiden, die Welpen zu früh extremem Stress wie Lärmbelastung oder dauernder Unruhe auszusetzen.

Information über unsere Welpen.

Alle unsere Welpen werden selbstverständlich bestens sozialisiert, sie lernen bei uns alltägliche Geräusche wie Staubsauger, Kinderlärm, Rasenmäher, etc. kennen und wir gewöhnen sie an Autofahren und andere Umweltreize. Lesen Sie mehr über die Phasen der Welpenentwicklung.

Bei Abgabe sind die Welpen natürlich entwurmt, geimpft und gechipt. Auch nach Übergabe der Welpen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Presa Canario Welben aus Leistungszucht

Die Sozialisationsphase

Zu Beginn der vierten Lebenswoche tritt eine deutliche Veränderung am Welpen auf. Er wird deutlich mobiler, die Interaktion mit Wurfgeschwistern und Mutterhündin verändert sich und er lässt eine große Neugier erkennen.

In dieser Phase findet, genau wie bei Kleinkindern, ein starkes Wachstum des neuronalen Netzes im Gehirn statt, es bilden sich unzählige Synapsenverschaltungen. In dieser Zeit geht der Welpe neugierig auf alles Neue zu und nimmt jedes Lebewesen als Artgenossen oder „Freund“ wahr. Angstgefühle bildet er erst ca. ab der sechsten Woche aus.

Weitere neue Erfahrungen für den Welpen sind in dieser Phase Aggression, Frustration und das Aushalten von negativen Erlebnissen.

Er wird lernen, dass die Mutter nicht mehr permanent verfügbar ist, dass die Milch vielleicht nicht mehr so großzügig fließt wie zu Anfang.

Er wird plötzlich ohne Grund auf seine Geschwister aggressiv reagieren und ihre Aggressivität spüren. Dies ist ein wichtiger Prozess, in dem er lernt, sozial mit seinen Artgenossen zu interagieren, sich zu unterwerfen oder auch Dominanz zu zeigen – auch Beißspiele gehören dazu. Hier erfährt er die Folgen von zu heftigem Beißen und er trainiert die natürliche Beißhemmung und den dosierten Einsatz seiner Zähne.

Der verantwortungsvolle Züchter versorgt den Welpen in dieser Phase mit so vielen Umweltreizen wie möglich und lässt sie mit diesen selber fertig werden. Für einen Welpen ist der Kontakt mit vielen Menschen (verschiedene Typen sind wichtig, der Welpe nimmt ein Kleinkind, einen agilen Erwachsenen und einen Greis als drei ganz verschiedene Lebewesen wahr) und ebenso mit vielen Hunden verschiedener Altersstufen äußerst wichtig. Auch alltägliche Reize wie Staubsauger, Fernseher / Radio oder Bus fahren sind entscheidend.

In keiner Phase lernt der Welpe so intensiv wie in den ersten drei Monaten seines Lebens. Es liegt in der Verantwortung des Züchters und des späteren Besitzers, den Hund in dieser Zeit optimal auf das Leben in menschlicher Gesellschaft vorzubereiten.

Die Übergangsphase

Zu Beginn der dritten Lebenswoche öffnet der Welpe die Augen und die Ohrenkanäle öffnen sich ebenfalls. Es wird allerdings noch etwas Zeit vergehen, bis er die Reize, die er nun erhält, gut verarbeiten kann. Die Motorik wird besser, auch das Absetzen von Harn und Kot wird nun zu einem bewussten Vorgang.

Der Welpe lernt in dieser Phase immer besser, sich in seiner Umwelt zurecht zu finden und in Kontakt mit der Außenwelt zu gehen.